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Stadtbezirksgruppe Oberstein/Hammerstein/Enzweiler und Mitglieder der Stadtratsfraktion zu Gast bei Wohnungslosenhilfe

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Theresa Feldmann-Wüstefeld, Geschäftsbereichsleiterin der Wohnungslosenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie und Dieter Groh-Woike, Leiter der Wohnungslosenhilfe im Kreis Birkenfeld, begrüßten die SPD-Gruppe zu einem Informationsbesuch in der Amtsstraße 4 in Idar-Oberstein. Gleich zu Beginn stellten sie ein neues Konzept für eine Fachberatungsstelle für Menschen in sozialen Schwierigkeiten vor. Das Konzept entstand aufgrund der neuen Rahmenempfehlung zu Ausbau und Weiterentwicklung der Wohnungslosenhilfe im Land Rheinland-Pfalz, die kürzlich vom Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz veröffentlicht wurde. Die bereits vorhandenen Bausteine Straßensozialarbeit, Tagesaufenthalt und Tafel müssen um den Bereich Beratung ergänzt werden. 

Tagesaufenthalt (seit Januar 2002), Straßensozialdienst (seit März 2002), die Tafel (seit Mai 2005) und der stationäre Bereich der Wohnungslosenhilfe werden zurzeit von insgesamt 25 Beschäftigten in Voll- und Teilzeit betreut.
Der  Tagesaufenthalt bietet einen Platz für Menschen (Stichwort: „Willkommen sein“), darüber hinaus ist jederzeit Beratung möglich. Die Finanzierung erfolgt aus Zuwendungen und Spenden. Die Aufgaben des Straßensozialdienstes, die von Anfang an von Klaus Engel ausgeführt werden, sind vielfältig: Beispiele für sein Handeln sind die Sicherung von Wohnraum oder Vermittlung von Suchtklinikplätzen. Der Tagesaufenthalt wird zurzeit von 60 Menschen pro Tag aufgesucht, wobei etwa 30 warme Essen ausgegeben werden. In der Tafel Idar-Oberstein werden an zwei Ausgabetagen pro Woche Lebensmittel an circa 200 Haushalte ausgegeben. Jede Woche erhalten etwa 180 Kinder dadurch eine Unterstützung. Hier gilt der Grundsatz: Außenseiter sollen mit Würde behandelt werden, auch von Ehrenamtlichen. In der stationären Hilfe gibt es inzwischen Probleme günstigen Wohnraum zu finden. In den Vorjahren konnten bis zu 50 Prozent der Menschen, die im stationären Bereich untergebracht waren, im Anschluss eine eigene Wohnung finden. Im vergangenen Jahr konnten nur noch 20 Prozent der Abgänger in eigenen Wohnraum vermittelt werden. Es mangelt am Angebot von kleinen, günstigen Sozialwohnungen.
Zum Abschluss folgte ein Rundgang durch das Haus, der bei den SPD’ler/-innen den positiven Eindruck auch bezüglich der technischen Einrichtung des Hauses bestätigte.
Das größte Lob gilt allerdings den vielen ehrenamtlich Tätigen, die ihre Freizeit für diese gute Sache zur Verfügung stellen.